Grinder reinigen: So geht’s und so oft solltest du es tun

So reinigst du deinen Grinder Schritt für Schritt mit Isopropanol oder Spülwasser, wie oft das nötig ist und wie du das Kief sammelst.
Geöffneter rosa Grinder aus Aluminium mit gemahlenen CBD-Blüten in der Mahlkammer
Inhalt

Hast du deinen Grinder schon eine Weile, ohne ihn zu reinigen? Schau dir die Zähne an. Wahrscheinlich sitzt eine Schicht aus hartem, klebrigem Harz in den Zwischenräumen. Deshalb dreht sich der Grinder schwerer als früher und mahlt ungleichmäßiger, und zum Glück lässt sich das schnell beheben. Hier erfährst du, was du brauchst, wie du deinen Grinder Schritt für Schritt reinigst und wie oft sich das lohnt.

Wenn du neu bei Grindern bist, findest du die Grundlagen in unserem Ratgeber: Was ein Grinder ist und wie er funktioniert.

Kurz erklärt

  • Grinder aus Metall reinigst du am besten mit Isopropanol, einer Zahnbürste und etwas Geduld.
  • Leg den Grinder vorher eine Weile ins Gefrierfach. Das Harz wird spröde und löst sich leichter.
  • Grinder aus Acryl oder Kunststoff gehören nicht in Alkohol. Nimm warmes Wasser und etwas Spülmittel.
  • Lass alle Teile vollständig trocknen, bevor du den Grinder wieder zusammensetzt.
  • Ein sauberes Sieb lässt mehr Kief in die Auffangkammer eines vierteiligen Grinders fallen.

Das brauchst du

Du brauchst kein Spezialwerkzeug, um einen Grinder zu reinigen. Das meiste hast du wahrscheinlich schon zu Hause:

  • Isopropanol, am besten 90 Prozent oder stärker. Du bekommst es in der Apotheke und im Baumarkt.
  • Eine kleine Bürste, zum Beispiel eine alte Zahnbürste oder ein harter Pinsel.
  • Wattestäbchen und Zahnstocher für enge Stellen.
  • Eine kleine Schale oder einen Zip-Beutel zum Einweichen.
  • Küchenpapier.

Praktisch sind außerdem eine Münze und etwas Platz im Gefrierfach, mehr dazu weiter unten. Isopropanol ist leicht entzündlich, also reinige den Grinder in einem gut belüfteten Raum und fern von offenen Flammen.

So reinigst du deinen Grinder Schritt für Schritt

1. Grinder leeren

Mahle den Rest und leere jede Kammer. Klopf den Grinder auf einem Blatt Papier aus, um die letzten Reste herauszubekommen. Wenn du einen vierteiligen Grinder hast, sammle vorher das Kief aus der untersten Kammer, damit es nicht im Waschbecken landet.

2. Ab ins Gefrierfach

Viele überspringen diesen Schritt, dabei macht er einen großen Unterschied. Nimm den Grinder auseinander und leg die Teile 20 bis 30 Minuten ins Gefrierfach. Die Kälte macht das klebrige Harz hart und spröde. Klopf die Teile danach auf einer harten Unterlage aus, und ein großer Teil des Harzes löst sich, bevor du überhaupt mit dem Schrubben angefangen hast. Auch Kief, das an den Wänden klebt, lässt sich so leichter lösen.

3. Lose Reste abbürsten

Bürste Zähne, Wände und Sieb mit der Zahnbürste ab, solange alles noch trocken ist. Viel loses Material verschwindet schon in diesem Schritt, und das Einweichen wird dadurch effektiver.

4. Metallteile einweichen

Leg alle Metallteile 20 bis 30 Minuten in Isopropanol. Ist der Grinder nur leicht verschmutzt, reichen 20 Minuten. Wurde er seit Monaten nicht gereinigt, kannst du ihn länger liegen lassen. Grinder aus Acryl oder Kunststoff solltest du nicht in Alkohol einweichen, da das Material beschädigt werden kann. Nimm stattdessen warmes Wasser und etwas Spülmittel.

5. Schrubben und abspülen

Geh noch einmal mit der Zahnbürste über alles. Das Harz sollte sich jetzt viel leichter lösen. Nimm Wattestäbchen für das Sieb und die engen Ecken und Zahnstocher für die Stellen zwischen den Zähnen, an die die Bürste nicht herankommt. Spül danach alle Teile gründlich mit warmem Wasser ab, bis sie nicht mehr nach Alkohol riechen.

6. Alles vollständig trocknen lassen

Dieser Schritt ist wichtiger, als viele denken. Setzt du den Grinder nass zusammen, können die Metallteile korrodieren und die Gewinde schwergängig werden. Leg die Teile auf Küchenpapier und lass sie gründlich an der Luft trocknen. Meist reichen ein bis zwei Stunden.

Wie oft solltest du deinen Grinder reinigen?

Das hängt davon ab, wie oft du ihn benutzt. Bei täglicher Nutzung reicht oft alle zwei Wochen ein schnelles Ausbürsten und einmal im Monat ein gründliches Einweichen. Bei regelmäßiger, aber nicht täglicher Nutzung ist eine gründliche Reinigung alle vier bis sechs Wochen meist genug. Benutzt du ihn nur ab und zu, kann alle drei Monate reichen.

Eine gute Faustregel: Wenn du mehr Kraft als sonst brauchst, um den Grinder zu drehen, ist es Zeit. Warte nicht, bis die Zähne sichtbar verstopft sind.

Das Kief aufbewahren

Kief ist das feine Pulver, das sich in der untersten Kammer eines vierteiligen Grinders sammelt. Es besteht aus Trichomen, den winzigen Drüsenhaaren der Blüte, in denen die Pflanze den Großteil ihrer Cannabinoide und Terpene bildet. Bei CBD-Blüten bedeutet das, dass das Kief reich an CBD und Duftstoffen ist.

Kief kann nur durchfallen, wenn das Sieb frei ist. Ist das Sieb verstopft, bleibt das meiste in der Mahlkammer und vermischt sich mit dem übrigen Mahlgut. Der Gefrier-Trick von oben hilft hier besonders: Nach dem Einfrieren und ein paar Klopfern findest du oft mehr Kief am Boden, als du erwartet hast.

So beeinflusst das Material die Reinigung

Aus welchem Material dein Grinder besteht, entscheidet darüber, wie du ihn reinigen solltest. Unsere Modelle findest du unter unseren Grinder und Mischschalen.

  • Aluminium lässt sich am leichtesten reinigen und verträgt regelmäßiges Einweichen in Isopropanol am besten. Die Oberfläche bleibt schön und nimmt mit der Zeit keine Gerüche an.
  • Zinklegierung ist bei günstigeren Grindern üblich und lässt sich gut reinigen. Achte auf scharfe Kanten oder eine Beschichtung, die abzublättern scheint. Wenn du so etwas siehst, ersetze den Grinder lieber, statt ihn weiter zu benutzen.
  • Acryl und Kunststoff sind am schwierigsten zu reinigen. Verzichte auf Alkohol und nimm warmes Wasser mit Spülmittel. Kunststoff verkratzt außerdem leichter, und in den Kratzern setzt sich Harz fest.

Wenn du deinen Grinder oft benutzt und regelmäßig reinigst, lohnt sich ein hochwertiger Grinder aus Aluminium. Er hält viele Jahre.

Nach der Reinigung

Wenn alles trocken und zusammengesetzt ist, sollte sich der Grinder deutlich leichter drehen lassen, und die Zähne sollten wieder gleichmäßig mahlen. Bei CBD-Blüten merkst du außerdem einen saubereren Duft, ohne Noten von altem Harz. Wenn du einen Vaporizer benutzt, ist ein gleichmäßiger Mahlgrad noch wichtiger, denn ein Kräuter-Vaporizer funktioniert am besten mit gleichmäßig gemahlenem Material. Wenn du überlegst, dir einen zuzulegen, hilft dir unser Ratgeber: Leitfaden für Kräuter-Vaporizer.

Wie reinigt man einen Grinder am besten?

Für Grinder aus Metall funktioniert Isopropanol am besten. Leg den Grinder zuerst eine Weile ins Gefrierfach, bürste die losen Reste ab, weiche die Teile 20 bis 30 Minuten ein, schrubbe, spül sie mit warmem Wasser ab und lass alles vollständig trocknen.

Kann man einen Grinder ohne Alkohol reinigen?

Ja. Warmes Wasser mit etwas Spülmittel funktioniert, besonders bei Grindern aus Acryl oder Kunststoff. Hartes Harz zu entfernen dauert damit länger, also friere den Grinder vorher ein und bürste gründlich.

Kann man einen Grinder in die Spülmaschine geben?

Das ist nicht zu empfehlen. Spülmittel und Hitze können die Oberfläche und die Gewinde beschädigen, und das Harz geht selten ganz ab. Reinige ihn lieber von Hand.

Wie lange sollte ein Grinder in Alkohol liegen?

Meist reichen 20 bis 30 Minuten. Ein Grinder, der lange nicht gereinigt wurde, braucht eventuell etwas länger.

Warum sollte man den Grinder einfrieren?

Die Kälte macht das Harz hart und spröde, sodass es sich löst, wenn du den Grinder auf einer harten Unterlage ausklopfst. Außerdem löst sich so mehr Kief von den Wänden.

Quellen

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